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Malteser im Kreis Viersen

Das Lebensende leben

21.05.2019

Dieses Motto haben sich die Initiatoren des ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes „Klaus Hemmerle“ vor 25 Jahren zu Herzen genommen. Heute sind viele ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter für sterbende Menschen und ihre Familien im Einsatz, um ihnen ein offenes Ohr, eine Schulter zum Anlehnen und eine haltende Hand zu bieten. Am Samstag, 11. Mai 2019, wurde das 25-jähirge Jubiläum des Malteser-Dienstes mit rund 100 Gästen gefeiert. 

„Wir sind heute hier zusammengekommen, um einen sehr ehrenwerten Anlass zu feiern.“ Mit diesen Worten eröffnete Christoph Gilsbach alias Butler George die Feierlichkeiten. Als britischer Gentleman führte er durch die Veranstaltung und sorgte dabei immer wieder für Heiterkeit bei den Zuschauern. Denn auch Humor ist erlaubt und sogar wichtig, wenn es darum geht, todkranke Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Das bewiesen auch einige Sprüche von sterbenden Menschen, die auf Stellwänden im Festsaal der Grefrather Gaststätte „Zum Nordkanal“ aufgestellt waren. Dort konnten sich die Gäste von den schönen und ausgelassenen Momenten der Begleitung überzeugen. 

Der Grefrather Ortsbeauftragte der Malteser Lothar Kemski begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste gemeinsam mit der Koordinatorin Renate Land. „Seit 2017 leite ich den Dienst. Alle Ehrenamtlichen sind mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen und ich bin euch sehr dankbar, dass ihr den Betroffenen eure wertvolle Zeit schenkt. Ohne euch wäre unsere Hospizarbeit nicht möglich“, bedankte sich Renate Land bei ihren Mitarbeitern. Natürlich gab es auch einige Gratulanten, die persönlich das Wort an die Helfer des Hospizdienstes richten wollten. Darunter die stellvertretende Bürgermeisterin von Grefrath, Kirsten Peters. „Es gibt kein schöneres Gefühl als zu spüren, dass man für jemanden da sein kann. Durch eure Arbeit wollt ihr dem Tod ein wenig den Schrecken nehmen und das ist euch bis heute gelungen“, so Peters. 

Unter den Rednern befanden sich auch viele Ehrengäste der Malteser. So sprach Johannes Freiherr Heereman über die Anfänge der Hospizarbeit in Deutschland und über Zusammenhänge zwischen Leben und Tod, welche die Zuhörer nachdenklich stimmten. Als Hauptreferentin und Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes sprach Gerda Graf über die Entwicklung des Hospizdienstes allgemein. Dass die Hospizgruppe „Klaus Hemmerle“ ökumenisch arbeitet, betonten Pfarrerin Barbara Münzenberg und Pfarrer Johannes Quadflieg. „Wir sind heute bewusst gemeinsam auf die Bühne gekommen, denn vor 25 Jahren wurde der Dienst als ökumenische Initiative ins Leben gerufen. Es ist wichtig, dass ein Mensch bis zum Ende gehalten, geboren, getragen ist“, sagte Pfarrer Quadflieg. Zwischen den einzelnen Reden spielte die Big Band des St.-Bernhard-Gymnasiums in Willich einige aktuelle Musikstücke. Die Musiker des Malteser-Gymnasiums wurden für ihre schönen und passenden Inszenierungen mit viel Applaus belohnt. 

Nach zahlreichen Gratulationen und nachdenklich stimmenden Beiträgen setzten sich die Feierlichkeiten bei einem warmen Mittagessen, Kaffee und Kuchen fort. Es gab viele interessante Gespräche, Rückblicke auf die vergangenen 25 Jahre und einen vorausschauenden Blick auf die nächsten 25 Jahre der Hospizgruppe „Klaus Hemmerle“. 

 

 

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